Ein fester Baustein des Schulprofils ist die Freie Stillarbeit (FSA) ab Klasse 1.


Äußere Organisation


Sie findet dienstags bis freitags vorzugsweise in der ersten Schulstunde statt. Die Kinder finden in speziell dafür eingerichteten Schränken Freiarbeitsmaterialien zu den einzelnen Schulfächern (gewichtet entsprechend der Stundentafel) vor. Das Material ist so aufbereitet, dass es ein selbstständiges Arbeiten ermöglicht. Die Schüler wählen ihren

Freiarbeitskasten aus, erarbeiten ihn selbstständig und dokumentieren gegebenenfalls ihre Arbeitsergebnisse auf Formblättern. Diese Arbeitsergebnisse werden in einem Portfolio gesammelt, das die Schüler ihre gesamte Schulzeit hindurch weiterführen.

Es gibt eine bestimmte Anzahl so genannter Pflichtkästen, die am Ende eines Schuljahres von jedem Schüler bearbeitet sein muss. Bearbeitete Kästen werden in Tabellen, die im Klassenzimmer aushängen, als erledigt gekennzeichnet.

Während der FSA gelten besondere Regeln (s. auch Anhang).


Prinzipien der FSA


  • Das Lernen lernen:

Schon in der ersten Klasse suchen sich die Kinder ihre Arbeitskästen selbst aus und bearbeiten sie in ihrem individuellen Lerntempo. Dabei kommen sie vom spielerischen Lernen zum Arbeiten nach Anweisungen, von der Wiederholung des Lernstoffes zur selbstständigen Erarbeitung neuer Lerninhalte.


  • Stille:

Das Arbeiten in Stille ist ein elementares Prinzip. Stille definiert sich durch schweigendes Arbeiten und das Vermeiden unnötiger Geräusche. Diese Ruhe lernen die Kinder zunehmend für sich als angenehm zu empfinden und auf andere Rücksicht zu nehmen. Konzentration und Ausdauer unserer Schülerinnen und Schüler werden dadurch wesentlich gesteigert, Durchhaltevermögen geübt.





  • Arbeitsdisziplin/Ehrlichkeit:

In der FSA lernen die Schüler in besonderer Weise diszipliniert und verantwortungsvoll zu arbeiten. Der selbstständige Umgang mit

dem Material fordert jedem Schüler ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit und Selbstdisziplin ab. Die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeitsleistung wird im Hinblick auf die im späteren Leben notwendige Fähigkeit zur Selbsteinschätzung geschult.


  • Eigenmotivation und Differenzierung:

Der hohe Aufforderungscharakter des Materials motiviert die Kinder in besonderem Maße. Jeder Schüler bestimmt individuell sein Lerntempo und die Menge, die er bearbeitet. Die Rückmeldung kann durch Selbstkontrolle als auch durch den Lehrer erfolgen.

Diese Form des selbstständigen Arbeitens führt zu einer Erhöhung der Eigenmotivation, zum Aufbau von Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, zur Festigung des Selbstbewusstseins.


Aktualisiert ( Mittwoch, den 10. Dezember 2008 um 17:52 Uhr )